Naturkundliche Wanderung durch das Friedergries in den Ammergauer Alpen

Am 6. Oktober rückte ein Generationen übergreifendes Grüppchen Richtung Griesen aus, um das Friedergries zu erkunden. Bereits auf den ersten Metern der Wanderung dorthin erfuhren wir von Stefan, dass das Kieswerk aus der dortigen Laine große Mengen Kies ausbaggert, so dass Griesen keine nassen Füße bekommt. Dort angekommen konnten wir auf engstem Raum sowohl uralte abgestorbene Baumwacholder neben ganz jungen Sämlingen sehen.
Durch den Schuttstrom der Friederlaine ist das Gebiet ständigen Veränderungen unterworfen, was zu einer hohen Vegetationsdynamik führt. Die Vegetation dort wächst auf sehr spärlichem Untergrund. An den weniger überschwemmten Flächen konnten sich auch größere Pflanzen ansiedeln.
Bei einem kurzen Ausflug in die Schlucht der Friederlaine entdeckten wir Überreste einer Mauer aus den 1940er Jahren. Es wurde damals versucht, den Lauf der Laine umzulenken. An den Felswänden der Schlucht konnten wir den Aufbau der Gesteinsschichten erkennen.
Weiter ging es im fast trockenen Bachbett der Friederlaine wo wir einen regelrechten Wald aus abgestorbenen Bäumen durchquerten. Durch zum Teil sehr hohem Wasserstand wurden auch Waldflächen überschwemmt, was dann zum Absterben der Bäume führte. Im weiteren Verlauf versickert die Friederlaine zu dieser Jahreszeit komplett.

Vielen Dank an Stefan für die vielseitigen Erklärungen bei diesem Ausflug.

Monika Schuldlos

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