Bergtour Guffert

29.07.2026 Bergwanderung auf den Guffert über den Nordanstieg, 2.195 m

Mit viel Vorfreude starteten wir – 9 Neuländerinnen und Neuländer – in der Früh von der
Oberen Bergalm (1.050 m) westlich vom Guffert zu unserem Bergabenteuer.

Der Wettergott meinte es mehr als gut mit uns – viel Sonne und Hitze waren angesagt.
Gottseidank ging es erstmal ca. zweieinhalb Stunden durch angenehm schattigen Wald und
ein paar Felspassagen bis zum Issalmsattel (1.500 m) nördlich vom Guffert, wo wir eine
Pause einlegten.

Gut gestärkt gingen wir von dort nach Süden über den deutlich steileren Steig bis zum Fuß
der mächtigen Felswände der Guffert-Nordseite. Hier beginnt mit dem Nordanstieg der
anspruchsvollste Teil der Tour. Teils mit Drahtseilen und ein paar Eisenstiften versichert,
geht es zunächst durch Felsen mit Kletterstellen im 1. Schwierigkeitsgrad, später durch
schrofiges Gelände ca. 500 Hm steil nach oben bis zum Sattel zwischen Guffertspitze und
Guffertstein (2.070 m).

Nach einer Trinkpause machten wir uns an den finalen Gipfelanstieg, wieder durch felsiges,
teils drahtseilversichertes Gelände mit einzelnen Kletterpassagen. Nach insgesamt ca. 5 Std
inkl. Pausen erreichten wir schließlich die ersehnte Guffertspitze (2.195 m). Hier wurden wir
mit einer Traumaussicht auf die Blauberge und Schinder im Norden, das Kaisergebirge im
Osten, die Rofangruppe im Süden sowie das Karwendelgebirge und die Bayrischen
Voralpen im Westen und Nordwesten belohnt.

Nach der wohlverdienten, ausgiebigen Gipfelpause und den obligatorischen Fotos machten
wir uns wieder an den Abstieg. Zunächst kletterten wir über den Aufstiegsweg zum Sattel
zurück, wo wir den Abzweig zum Südabstieg nach Steinberg nahmen.
Dieser führt zunächst ca. 700 Hm durch steiniges Latschengelände steil hinunter. Dies war
wohl auch wegen der Hitze der anstrengendste Teil der Tour. Dafür wurden wir nochmal mit
grandiosen Ausblicken auf die Felswände der Südseite, der Gesellschaft von Schafen und
der Sichtung von Gämsen belohnt.

Ab ca. 1.400 m wird der Weg flacher und führt wieder durch Wald. Nach insgesamt ca. 3,5
Stunden Abstiegszeit erreichten wir schließlich Steinberg, wo wir in weiser Voraussicht unser
zweites Auto geparkt hatten, um uns den Hatscher zurück zur Oberen Bergalm zu sparen.
Bei einer verdienten Einkehr auf der Rückfahrt beim Gasthof zur Marie in Achenwald ließen
wir selig nochmal unsere Eindrücke von der Tour Revue passieren.

Kompliment an die Gruppe für die tolle Leistung – es war ein sehr schöner Tag mit Euch!
Alfred (Tourenleiter)