Liebe Bergbegeisterte,
Liebe Dienstagswandernde,
S’TOURENGSCHICHTERL DER 3. DIENSTAGSWANDERUNGEN 2026
LENGGRIESERHÜTTE und SEEKARKREUZ am 11. Juni (Donnerstag)
WETTERSINGULARITÄT … was ist das??
Die sogenannte SCHAFSKÄLTE steuerte heute am 11. Juni auf ihren jährlichen Höhepunkt zu (= Gedenktag des Hl. Barnabas am 11. Juni).
Die SCHAFSKÄLTE, die Eisheiligen die heißen Hundstage und der Siebenschläfertag zählen zu den Wetterlagen, die sich mit hoher statistischer Wahrscheinlichkeit zu einer bestimmten Zeit des Jahres einstellen (WETTERSINGULARITÄTEN).
Der Name SCHAFSKÄLTE stammt aus der Landwirtschaft. Traditionell wurden Schafe bis in den Juni hinein geschoren. Ein plötzlicher Kälteeinbruch konnte für frisch geschorene Tiere deshalb vor allem früher zum Problem werden. Muttertiere wurden deshalb oft erst nach Mitte Juni geschoren.
Hinter der SCHAFSKÄLTE steht ein meteorologischer Effekt: Im Frühsommer erwärmt sich das Land deutlich schneller als das Meer. Dieser Temperaturunterschied führt zu einem Ungleichgewicht beim Luftdruck. Folglich kann kalte Polarluft nach Mitteleuropa strömen und bei uns sinken die Temperaturen und das Wetter wird wechselhaft. (Quelle: Lausitzer Rundschau)
Auf solch wechselhaftes Wetter waren wir vorbereitet. Nach Absprache änderten wir vier unsere Wanderroute ab: Bei leichtem Nieselregen mit sonnigen Abschnitten „tasteten“ wir uns die ersten 6oo Hm zur Lenggrieserhütte hinauf. Jeder setzte seine Priorität: Der eine mit Strohhut, andere mit Regenjacken in Signalfarbe oder sogar mit Camouflage-Regenhaut. Der Gipfel des SEEKARKREUZES lockte unter graublauem Himmel!
Diese 263 Hm … kein Problem … dann überlegen wir, wie die Wanderroute weitergehen soll. 12 Uhr mittags war’s am SEEKARKREUZ auf 1601 m … für’s Gipfelfoto hat’s noch gereicht … für’s GIPFELGKÜCK nicht mehr. Der Wind wurde stärker und die Wolkenschlieren rasten heran … mit GRAUPELN im Gepäck!
Schnellstens, jedoch besonnen ging’s den nun rutschigen Pfad hinunter zur „TROCKENSTATION“ LENGGRIESERHÜTTE: Hier gab’s Suppen und Kaiserschmarrn in riesigen Portionen … danach waren wir fast schon wieder trocken; und nach 1 1/4 h Abstieg am Auto war’s uns fast schon wieder zu warm.
Da denken wir doch gerne an die alte Bauernregel: Regnet es an Barnabas, schwimmen die Trauben bis ins Fass.
… und die Rundwanderung über Mariaeck und Höhenweg zum Seekarkreuz fassen wir für den Herbst ins Auge
sagen Karlheinz, Uwe, Werner und Beate (ohne DISTEL)