Texelgruppe von Hütte zu Hütte

Am Samstag den 07.07. starten wir zu viert in Penzberg, Richtung Brenner über den Jaufenpass ins Pfelderertal. Der Ausgangpunkt unserer Tour, Pfelders liegt auf 1628m. Um 10.00 marschieren wir los. Zuerst schlängelt sich der Weg durch schöne Blumenwiesen. Doch dann wird es zunehmend steiler und die Höhe macht sich bemerkbar. Um 14.00 erreichen wir die Zwickauerhütte auf 2998 m (Bild1). Inzwischen hat sich der Himmel stark bewölkt und wir verschieben den Gipfelaufstieg auf den nächsten Tag.

 

Sonntag 08.07.

Das Wetter hat sich gebessert und wir machen uns früh auf den Weg zum Seelenkogel 3480 m(Bild2). Dieser liegt noch in den den Pitztaleralpen und ist das höchste Ziel unserer Tour. Gleich hinter der Hütte führt der Pfad steil aufwärts. Inzwischen schon der Höhe angepasst, kommen wir zügig voran. Bei leichter Blockkletterei in 1. Grad stehen wir schon um 9.00 auf dem Gipfel. Wieder zurück auf der Hütte, genehmigen wir uns erst eine Brotzeit, bevor wir uns auf den Weg zur Stettinerhütte machen. Wir wandern auf dem schönen Meraner-Höhenweg. Immer wieder Schneefelder und Bachläufe querend, sind wir nach 4 Stunden an unserem Ziel. Die Stettinerhütte liegt auf 2875 m.

 

Montag 09.07.

Heute wollen wir auf die „Hohe Wilde“ 3470 m. Bis vor kurzem war diese Tour wegen eines Bergsturzes gesperrt. Aber laut Hüttenwirt ist der Weg wieder begehbar und so wagen wir es. Viele Stufen wechseln mit schottrigen Abschnitten und man muss schon sehr aufpassen. Nach 2 Stunden erreichen wir den Gipfel (Bild3). Auch das Wetter spielt wieder mit und wir haben gute Sicht. Zur Brotzeit auf der Hütte lacht die Sonne und wir können draussen sitzen. Dann werden die Rucksäcke geschultert und wir machen uns auf den Weg zur Lodnerhütte. Die Schlüsselstelle des Weges ist das Johannesschartl 2854 m. Sehr steil geht es aufwärts (Bild4). Das Sicherungsseil ist noch im Schnee und wir müssen in die steile Schotterrinne ausweichen. Dann sind aber die Schwierigkeiten überwunden und wir geniessen wieder die herrliche Natur. Schöne Blumen, Murmeltiere (Bild5 und Bild6) und Gemsen sind immer wieder zu bewundern. Die Lodnerhütte ist sehr gemütlich aber voll belegt. Hier werden wir zwei Nächte verbringen.

 

Dienstag 10.07.

Nachts gingen heftige Gewitter nieder, aber am Morgen hat es wieder aufgehört zu regnen. Das Roteck 3337m ist unser heutiges Gipfelziel. Dem Gratrücken folgend wandern wir das Lafatztal einwärts. Das Wetter hält sich ganz gut, aber ca. 200 m unter dem Gipfel fängt es heftig zu regnen und graupeln an. Schweren Herzens müssen wir umkehren. Zur Hälft wieder unten scheint wieder die Sonne und wir wählen noch eine Variante über den Hausberg der Lodnerhütte, den Nietl. Weglos umrunden wir den Berg, kehren in der Zielalm ein und sind dann am Spätnachmittag wieder zurück.

 

Mittwoch 11.07.

Leider heisst es heute Abschied nehmen. Von der Lodnerhütte geht es zuerst aufwärts zu den Tablander Lacken, zwei wunderschönen Bergseen. Dann steigen wir zum Halsljoch 2808m aufwärts. Hier entscheiden wir uns für den Tschigot 2998m, den wir noch besteigen wollen. Es sind zwar nur 200 Höhenmeter, aber die haben es in sich (Bild7, Bild8, Bild9). Für die Verfasserin dieses Berichtes etwas zu schwierig und sie entscheidet sich, lieber unten zu warten. Der Abstieg über den Adelsboden ist wieder wunderschön. Hoch über dem Lazinsertal entlang des Tschiglsbach wandern wir zur Lazinseralm. Hier genehmigen wir uns noch eine letzte Brotzeit und dann ist es nicht mehr weit nach Pfelders.

 

Es waren fünf wunderschöne, erlebnissreiche Tage. Die Organisation und die umsichtige Führung von Peter waren perfekt (Bild10).

Lena Fritsch
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