Ochsenälpleskopf, 1905m

Der Himmel bedeckt, der Wetterbericht durchwachsen. Trotzdem haben sich 18 wetterfeste NeuländerInnen nicht abschrecken lassen.

Schon bei der Anfahrt, die uns über Ettal, Graswang vorbei an den Ammerquellen und Schloss Linderhof zum Ausgangspunkt, dem von außen wenig schön anzuschauendem Hotel Ammerwald führte, waren aber bereits die ersten ‚blauen Flecke‘ am Himmel zu erkennen. Und es sollte immer besser werden an diesem Tag.

 

Zuerst der Gedanke – ‚oh Gott so eine große Gruppe‘ -aber dann ging es ganz kommod den Schützensteig hinauf und es war genügend Zeit, und es blieb uns auch genügend Luft, um wieder mal so richtig zu ratschen, von alten Zeiten und Touren zu schwärmen und Pläne für neue Touren zu schmieden. Es war richtig schön zusammen unterwegs zu sein und wir waren alle gut drauf.

 

Nach einer kalten Dusche unterm Wasserfall (schriftstellerische Freiheit) die Aufstellung zum obligatorischem Gruppenbild.

Über Blumnenwiesen mit der sehr seltenen Orchideenart der Südsteiermark – Cephalanthera Waldvögelein.

 

Hinauf zur Hirschwängalpe(1525m), kleine Rast und Stärkung und dann noch die letzten Höhenmeter über einen etwas steileren aber breiten Gratrücken zum Gipfel. Toller Blick auf die überraschend noch sehr schneebedeckten Berge ringsum. Direkt gegenüber Geierköpfe und Kreuzjöchl.

Ausgiebige Gipfelrast, die ein paar Unentwegte nutzten um über einen etwas schmalerem Grat den Kreuzkopf (1910m) noch ‚mitzunehmen‘. Deren südlicher Abstieg führte über wegloses teils ziemlich steiles Wiesengelände und durch Latschengürtel (aua, aua, kratz, kratz) im Bogen wieder zurück zur Gruppe. Die war mittlerweile auch schon einige Meter abgestiegen und durfte dabei noch einen kleineren Schneebrettabgang erleben.

 

Gemeinsam ging‘s dann wieder weiter abwärts über einen unmarkierten selten begangenen abenteuerlichen Pfad mit erhöhtem Spaßfaktor.

Es gab Einlagen wie Schneefeldabrutschen, über umgestürzte Bäume kraxeln, steile Hangabrutsche überqueren glitschige Stellen meistern, die schmutzige Hosenböden hinterließen, und Tiefblicke in die Kuhkarbachschlucht, in der der Bach unter Schneeresten wie bei einem Gletschertor hindurch rauschte.

 

Zurück zum Parkplatz.

Die Einkehr in der Ammermühle bei Kaffee und Kuchen bzw. wohlverdientem Weißbier, beendete einen ausgefüllten Tag und ein schönes Bergerlebnis.

Text: Johannes
Fotos: Monika
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