Seniorenwanderung am 17. September 2026
Die Thanninger Weiher befinden sich in einem Moorgebiet in der Nähe von Thanning (Gemeinde Egling). Die künstlichen Weiher wurden schon Anfang des 18. Jahrhunderts von Kloster Schäftlarn zur Fischzucht angelegt.
Startpunkt unserer etwa 10 km langen Rundwanderung war die Kirche von Thanning. Zunächst ging es nach Südwesten auf einem kleinen Sträßchen in einen offensichtlich naturbelassenen Wald. Alte dicht bemooste Baumstämme lagen kreuz und quer auf dem Waldboden. Besonders interessant war eine mehrere Meter hohe, schnurgerade Abbruchkante; und wir fragten uns, wie diese seltsame Formation wohl entstanden war. Da die ganze Gegend rund um Isar und Loisach von der letzten Eiszeit geprägt ist, könnte es sich dabei um ein eiszeitliches Toteisloch handeln.
Wenige hundert Meter weiter erreichten wir ein Hochmoor mit dem ungewöhnlichen Namen Spatenbräufilz. Das Gelände gehörte bis 1886 tatsächlich der Münchner Spaten-Brauerei. Später wurde das Moor trockengelegt und bis 1960 in großem Stil Torf abgebaut. Die Konsequenz war, dass das Hochmoor verlandete und fast vollständig mit Birken, Fichten und Kiefern zuwuchs. Ab 1995 wurde dann eine Rettungsaktion gestartet, die Entwässerungsgräben verschlossen und der Bewuchs entfernt. So entstand nach und nach wieder ein typischer Filz mit kleinen Weihern und Tümpeln, in denen heute noch die Reste der Bäume aus dem Wasser herausragen.
Unser nächstes Zwischenziel war der Mooshamer Weiher, ein idyllisch gelegener, künstlich angelegter Fischweiher. Danach wandten wir uns nach Osten, gingen durch einen Wald, durch das Dörfchen Moosham und dann weiter über offenes Gelände nach Feldkirchen. Von dort waren es noch etwa 1,5 km bis zu den drei Thanninger Weihern, künstlich angelegten Fischweihern, die durch den Moosbach miteinander verbunden sind. Beim Anblick des ersten Weihers waren wir ziemlich schockiert, denn er war fast vollständig ausgetrocknet. Die extreme Trockenheit des Sommers hatte ihre Spuren hinterlassen. Und doch fanden wir ein schattiges Plätzchen an einem Ufersteg für eine längere Pause.
Die beiden anderen Weiher waren nicht ganz so ausgetrocknet, aber an dem trüben, grünlichen Wasser konnte man sehen, dass auch sie unter der Trockenheit gelitten hatten.
Nun war es nicht mehr weit bis nach Thanning zu unserem Ausgangspunkt. Abschluss dieser schönen und interessanten Wanderung war die Einkehr beim Jägerwirt in Aufhofen.