Diesmal meinte es das Wetter nicht so gut mit uns wie sonst. Obwohl anders vorhergesagt, regnete es an diesem Tag – nicht sehr stark aber anhaltend. Von der ursprünglich geplanten Wanderung am Walchensee über den Katzenkopf zur Halbinsel Zwergern hätten wir nicht viel gehabt, vor allem durch den wolkenverhangenen Himmel keine Sicht auf See und Berge. Und so disponierten wir kurzerhand um und entschieden uns für einen kurzen Spaziergang auf dem Moosrundweg um Benediktbeuern.
Wir starteten am Bahnhof von Benediktbeuern, wanderten an den Klostergebäuden entlang bis zum Aktionszentrum und bogen in den Moosmühlenweg ein. Nach den Biotopen ging es links ab auf die schnurgeraden Wege quer durch das Moos. Die tiefhängenden Wolken, die Nebelfetzen verbreiteten eine eigenartige, mystische Stimmung, zu der unsere bunten Anoraks und Regenschirme einen interessanten Kontrast bildeten. Auch einige Schneeglöckchen, Schlüsselblumen und Lerchensporne zauberten bunte Farbtupfer in die graue Landschaft.
Nach einer Runde von etwa fünf Kilometern kamen wir zum Bräustüberl des Klosters. Da blieb uns fast nichts anderes übrig, als dort einzukehren und uns bei einem Weißwurstfrühstück aufzuwärmen.
„Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“! Und gut ausgerüstet hat auch eine Wanderung im Regen ihren Reiz.
Text und Bilder: Helga